Parkett oder Dielen?
Schon seit sehr langer Zeit wird Holz zur Verlegung von Fußböden verwendet. Vor der Erfindung der Sägewerke wurde die dicksten Bäume per Hand durchgesägt. Das Mittelstück des Baumes fand seine Verwendung als Dielenfußboden. Da diese Dielenbretter eine unterschiedliche Dicke und Länge hatten, war der Fußboden nicht einheitlich. Ca. 1850 fand die industrielle Verarbeitung von Holzdielen statt und die Bretter wurden dünner und hatten eine einheitliche Länge. Der Fußboden konnte einheitlicher Verlegt werden. Holzdielen sind breite und lange Vollholzelemente, die aus Nadelhölzern (Kiefer, Lärche, Fichte und Tanne) gefertigt werden. Gelegentlich finden auch Laub- oder Tropenhölzer Verwendung von Holzdielen.
Parkett
Parkett wird aus Hartholz von Laubbäumen für geschlossene Räume hergestellt. Dabei wird das Holz in kleine Stücke gesägt, bevor es dann in verschiedensten Mustern wieder zusammengefügt wird. Der Parkettboden gilt als einer der Hochwertigsten Fußböden. Fertigparkett ist eine andere sehr beliebte Variante des Parketts, hier werden 3 Schichten Holz mit unterschiedlichen Eigenschaften miteinander verklebt um eine hohe Stabilität zu gewährleisten. Fertigparkett wird meistens schwimmen also ohne eine Verbindung mit dem Estrich einzugehen verlegt.
Unterschiede zwischen Parkett und Dielen
Ein Dielenboden muss grundsätzlich genagelt oder verschraubt werden. Allerdings können sich bei einem Dielenboden kleine Fugen durch verschiedene Einflüsse (Kälte, Wärme, Nässe, usw.) bilden, die sich nicht vermeiden lassen. Gegenüber dem Dielenfußboden benötigt man einen festen Untergrund, auf dem der Parkettboden verlegt wird. Doch gerade dieser feste Untergrund sorgt dafür, das sich keine Fugen bilden können. Der Fußboden bleibt immer gleich. Ein Parkettboden kann ebenfalls genagelt oder verschraubt werden, allerdings gibt es auch die Möglichkeit, ihn zu verkleben. Die Verarbeitung der jeweiligen Fußbodenbeläge ist recht unterschiedlich. Ein Holzfußboden hat die unterschiedlichsten Merkmale. Dabei kommt es nicht nur auf die Obtik an. Je nach Belag ist der Lichteinfall relevant, Holz kann mit der Zeit verbleichen. Aber auch die Akustik, Tastsinn, Geruch und der räumliche Eindruck sind sehr unterschiedlich. Ein Dielenboden ist ein richtiger Holzfußboden. Er hat einen ganz eigenen Geruch nach Holz und wenn man ihn betritt, hört man jeden Tritt. Bei einem Parkettboden ist das anders. Parkett gibt es mittlerweile in den unterschiedlichsten Ausführungen. Da Parkett aus kleinen Stücken hergestellt wird, erhält jedes Parkett ein anderes Muster. Bei vielen Ausführungen ist nicht mehr erkennbar, dass es sich dabei um einen Parkettboden handelt. Parkett verändert sich mit der Zeit auch nicht, hat aber auch nicht diesen typischen Holzgeruch und man kann auch nicht jeden Tritt hören. Holz ist ein lebendes Material, welches sich durch verschiedene Einflüsse verändert. Daher wird ein Dielenboden niemals so bleiben, wie er am Anfang war. Ein Parkettboden ist anders. Der verändert sich nicht. Er bleibt genauso wie er ist und lässt sich genauso gut reinigen wie ein Dielenfußboden. Was es bei beidem zu beachten gibt, ist Wasser. Zu viel Wasser vertragen beide Böden nicht. Denn Wasser lässt das Holz aufquillen und verändert somit die Beschaffenheit des Bodens. Egal ob bei einem Dielenboden oder Parkett. Ein Dielenboden hat den Vorteil, dass er sich abschleifen lässt, wenn er einem nicht mehr so gut gefällt. Man muß ihn nur gründlich abschleifen und danach versiegeln und schon sieht er aus, wie neu. Aber das ist Geschmackssache. Denn das Abschleifen und Versiegeln kostet natürlich auch Geld und vorallem Zeit, wenn man es selber machen sollte. Es kommt auch auf den jeweiligen Geschmack an, welcher Bodenbelag der Richtige ist.
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